Chronik
Chronik des TV 1908 Wersau
(rw) 100 Jahre TV Wersau – das sind 100 Jahre manchmal mehr und manchmal weniger erfolgreiche Vereinsarbeit einiger Idealisten, die sich damals wie heute immer wieder zusammenfanden um ihrem Verständnis vom „sportlichen Geist“ Ausdruck zu geben.
Ob sich die Inhalte solcher Vokabeln wie „Verein“ und „Sportsgeist“ im Laufe der Jahrzehnte wandeln können oder gleich bleiben – nun, zur Meinungsbildung folgen Sie mir bitte auf dem Streifzug durch die Vereinschronik.
Vereinsgeschichte Teil 1: 1908-1983
Die Gründerjahre 1908 bis 1933.
Wenn die Vereinsgeschichtsschreibung stimmt, so begann alles mit der Begeisterung eines Georg Beckers aus Groß-Bieberau für die Gedanken des Friedrich Ludwig Jahns. Dieser G. Becker inspirierte die Wersauer Dorfjugend mit seinen Erzählungen über das Turnen, worauf sich die Kinder an ihre Eltern wandten.
Ergebnis dieser Mundpropaganda war die Gründung eines Turnvereins durch 18 Familienväter im August 1908. Durch eine nachträgliche Festlegung gilt heute der 1. August 1908 als Gründungstag des Turnvereins Wersau. Noch im gleichen Jahr wuchs die Mitgliederzahl auf 33 Erwachsene und 9 Kinder (14 bis 18 Jahre) an.
Geturnt wurde nach den Vorgaben des Vater Jahns und soweit es die spärlichen sportlichen Mittel erlaubten eine karge Form der heutigen Leichtathletik betrieben.
Von 1914 bis 1918 lähmte der 1. Weltkrieg fast alle Vereinsaktivitäten. Erst in den Nachkriegsjahren kam es zu einer Erhöhung der Mitgliederzahl.
Die 20er Jahre dieses Jahrhunderts markierten den Bruch zwischen dem Turnverein 1908 und den Anhängern der Schwerathletik, dem zukünftigen KSV (Kraftsportverein) Wersau.
Ab 1923 existierte für kurze Zeit sogar ein „Arbeiter – Sportverein“ in Wersau. Dieser wurde jedoch 1929 durch die Regierung verboten und aufgelöst.
1923 war für den Turnverein Wersau ein zwiespältiges Jahr. Dem leichten sportlichen Aufschwung (Besuch des Gauturnfestes, Werbeturnen auf dem Sportplatz am Hutweg) stand die allgemeine wirtschaftliche Rezession in Deutschland gegenüber. Erst die Jahre 1924 bis 1926 führten den TV Wersau im Verlauf der Währungsreform wieder in finanziell ruhigere Gewässer. 1926 wurde der heute noch im Vereinseigentum befindliche Waldsportplatz erworben. In dieses Jahr fiel auch die Gründung einer Theatergruppe, die bis ins Jahr 1934 Bestand haben sollte. 1929 wurde auf dem Waldsportplatz in Wersau die „Faustballmeisterschaften der Meisterklasse“ durchgeführt. Erster Vorsitzender in der Zeit des ersten Aufschwungs der Turnerschaft war Leonhard Amann1.
Nach den relativen sportlichen Erfolgen der vorangegangenen Jahre stürzte die Zeit von 1932 bis 1933 den Turnverein 1908 in eine tiefe Depression.
Die allgemeine Arbeitslosigkeit in Deutschland und die damit „verbundenen harten Zeiten“ brachte die sportliche Tätigkeit beim Erwachsenenturnen fast völlig zum Erliegen.
Ab August 1932 wurde der turnerische Betrieb eingestellt. Lediglich das Jugendturnen wurde fortgeführt.
1933 – 1945 : Das 1000-jährige Reich und die Folgen.
Mit dem Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus brachen für die Wersauer Turner nicht nur „braune“ sondern eher düstere Zeiten an.
Leonhard Amann, bisher erster Vorsitzender, wurde dem „Zeitgeist gemäß“ per „Parteibeschluss“ zum „Vereinführer“. Der übrige Vorstand wurde entlassen und die bis dahin gültigen Regeln und Beschlüsse des Vereins außer Kraft gesetzt. Vollversammlungen bzw. Jahreshauptversammlungen fanden keine mehr statt. Die Richtlinienkompetenz lag voll und ganz in den Händen der „natinalsozialistischen Partei Deutschlands“.
Die anstehende 25-Jahrfeier des Turnvereins ging offensichtlich völlig in der Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus unter. Jedenfalls finden sich keine Berichte über die Feierlichkeiten. Sogar der seit 1920 getrennt vom Turnverein Wersau existierende Kraftsportverein wurde mit diesem gleichgeschaltet.
Von 1940 bis 1945 trug diese „befohlene Wiedervereinigung“, laut Parteibeschluss, den Namen „Gemeinschaft für Leibesübungen“. Die in den Jahren 1937/38 neu gegründete Schwimmabteilung des Turnvereins ging mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges unter.
1945/46 – 1983 Neubeginn und Wachstum.
Am Beginn der Nachkriegszeit stand zunächst die Neugründung einer kurzlebigen „Sport- und Sängervereinigung Wersau“, in der sich die verbliebenen Mitglieder des Turnvereins als Abteilung „Turnen“ wieder fanden. Zu dieser Zeit wurde sogar eine, wenn auch nur kurzlebige Handballmannschaft ins Leben gerufen. Vorsitzender der „Sport- und Sängervereinigung“ war Ludwig Sterzelmaier.
Am 1.April 1949 wurde die „Sport- und Sängervereinigung Wersau“ zugunsten des (er) neu gegründeten Turnvereins aufgelöst. Gewählter Vorsitzender wurde Wilhelm Heyland.
Neben Geräteturnen und Leichtathletik hob die Gründungsversammlung die neue Abteilung Fußball parallel zur Neugründung aus der Taufe. Auf Antrag stellte die Gemeinde der Abteilung Fußball ein neben der Schneidersmühle an der Kreisstraße gelegenes Grundstück als Spielfeld zur Verfügung. Der mehrjährige Aufschwung der Fußballabteilung nahm somit seinen Anfang. Gleichzeitig verloren die Sparten Turnen und Geräteturnen immer mehr an Bedeutung. 1951 errang die 1. Mannschaft der Abteilung Fußball gar die Kreispokal-Meisterschaft des Kreises Dieburg.
Trotz dieses sportlichen Erfolges markierte das Jahr 1951 den Beginn interner Streitigkeiten in der Vorstandsriege des Turnvereins. Streitpunkt war seit dieser Zeit wie sooft das „liebe Geld“, sprich eine leere Vereinskasse. Schließlich zerbrach 1956 sogar die Abteilung Fußball.
Im Jahre 1958 beging der Turnverein sein 50. Jubiläum und erweiterte sein sportliches Angebot mit der Neugründung einer Tischtennisabteilung unter Abteilungsleiter Leonhard Dingeldein. Zu seinem 50. Geburtstag betätigt sich der TV 08 Wersau als Ausrichter des Gauturnfestes.
In den darauf folgenden Jahren vergrößerte sich die Mitglieder Zahl ständig, so das Sie bis Mitte der sechziger Jahre fast die Vierhundert-Marke erreichte. In diesen Zeitraum fiel auch die alljährliche Organisation eines Leichtathletiksportfestes, welches bis ins Jahr 1972 immer wieder durchgeführt wurde.
Mit zeitweise bis zu 200 Teilnehmern je Veranstaltung gelang dem Organisator und damaligen Vorstandsmitglied Wilfried Becker eine glorreiche Wiederbelebung des leichtathletischen Gedankens im Turnverein Wersau. Neben solchen Erfolgen gab es gegen Ende der sechziger Jahre auch Rückschläge: Die Abteilung Fußball stellte nach kurzer und halbherziger Renaissance 1969 endgültig den Spielbetrieb ein.
Das Jahr 1970 sah schließlich die bis dahin größte sportliche Veranstaltung in der Vereinsgeschichte des TV 08 Wersau: Der „Erste internationale Gersprenztal-Volkslauf“ lockte, wenn die überlieferte Zahl denn stimmt, 1000 Teilnehmer nach Wersau. Leider wurde diese Form der Großveranstaltung nach 10 Jahren wegen mangelnder Resonanz seitens der Läufer und stetig steigender Kosten wieder eingestellt. Einer der Hauptverantwortlichen dieser mehrjährigen Reihe von Läufertreffen erhielt Mitte der 90er Jahre eine verspätete Würdigung: Der „Kurt-Roth-Gedächtnis-Lauf“ wurde im Rahmen des Handballturniers als eigenständiger Programmpunkt eingeführt.
1972 schlug auch die zweite Geburtsstunde der Abteilung Handball. Nach schwierigen Anfangsjahren und nach der zu Anfang holperigen Spielgemeinschaft mit dem KSV Böllstein wuchs der handballerische Erfolg vor allem in den noch zu kommentierenden Jahren 1992 bis 1998.
Zum 75-jährigen Jubiläum im Jahr 1983 konnte der Turnverein 1908 Wersau kurz gefasst folgende Zwischenbilanz ziehen: Für 304 Mitglieder bot der TV Wersau eine sportliche Heimat in den Abteilungen :
- Frauenturnen
- Tischtennis und
- Handball.
Vereinsgeschichte Teil 2 : 1983 – 1998
(jb) Zum 75 – jährigen Vereinsjubiläum organisierten die Verantwortlichen des TV ein Fest, das keine Wünsche offen ließ. Cheforganisator Werner Zörgiebel hatte gemeinsam mit dem Festausschuss die Veranstaltungen in zahlreichen Sitzungen bis ins Detail geplant. Ein herrlicher Festzug, an dem sich die gesamte Bevölkerung beteiligte, war einer der Höhepunkte. Nach diesen anstrengenden Wochen der Vorbereitung war es klar, das die übrigen Vereinsaktivitäten doch etwas zurückstanden. So ist den Überlieferungen kein nennenswerter Höhepunkt zu entnehmen.
Leider mussten wir 1984 von unserem langjährigen 2.Vorsitzenden und Mitbegründer des Wersauer Volkslaufs Kurt Roth Abschied nehmen, der nach kurzer schwerer Krankheit verstarb.
Das Jahr 1984 muss jedoch noch aus anderer Sicht erwähnt werden. In diesem Jahr fand die erste Wersauer Fastnachtsveranstaltung statt. Damals noch auf der blanken Bühne. Die Akteure waren damals Bedienung, Thekenhelfer und Fastnachtsnarren in einem. Georg Heisel und Corina Krell waren bereits damals die Motoren und Ideengeber der Veranstaltung. Auch in der Handballabteilung hatte inzwischen Georg Heisel das Ruder übernommen. Aus dieser Sparte kommt auch die nächste einschneidende Entscheidung. Mit der Verpflichtung des Regionalliga erfahrenen Adolf Maser gelang es, die Handballabteilung, die auch im 14. Jahr noch immer mit den Schwierigkeiten junger Abteilungen zu kämpfen hatte, in geordnete und erfolgreiche Bahnen zu lenken.
Bemerkenswert in dieser Zeit war der erstaunliche Mitgliederzuwachs des Vereins. Zählte man zum 75 – jährigen Jubiläum nur 304 Mitglieder, so hatte sich die Zahl innerhalb von nur 7 Jahren auf 633 mehr als verdoppelt.
Das Jahr 1987 sollte für die Gymnastikabteilung eine zukunftsorientierte Bedeutung erlangen. Mit Ulrike Becker kam eine überaus aktive Gymnastin nach Wersau, die innerhalb kürzester Zeit den Zweig der Rhythmischen Sportgymnastik aufbaute. Erwähnenswert wäre für dieses Jahr, das die Gemeindeverwaltung in der Generalversammlung des TV 08 den Mitgliedern mitteilte, sich für den Bau einer Großsporthalle stark zu machen.
Das Jahr 1988 war dann wieder ein Jahr der Ereignisse. Zwar fanden die Feierlichkeiten zum 80-jährigen Jubiläum nicht ganz den erhofften Zuspruch bei der Bevölkerung, doch konnte sich der TV mit allen Sparten im Rahmen der Sportwerbewoche bestens präsentieren. In dieses Jubiläumsjahr passte der Aufstieg der 1. Herrenhandballmannschaft unter Spielertrainer Adolf Maser. Die Handballer konnten den Aufschwung der letzten Jahre nutzen und erstmals 5 Jugendmannschaften stellen.
In der Jahreshauptversammlung wurde Maria Bergner für ihre herausragenden Dienste im Verein mit der Vereinsehrenplakette in Gold ausgezeichnet und Karl Heyland für langjährige Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Zudem wurde die überarbeitete Vereinssatzung verabschiedet und die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von monatlich 2.- DM auf 3.- DM für Erwachsene beschlossen.
Auch die Gespräche über den Sporthallenbau entwickelten sich weiter und wurden inzwischen bereits mit dem heutigen Landrat Horst Schnur auf Kreisebene geführt.
Das Jahr 1989 sollte als Jahr der Veranstaltungsflops in die Vereinsgeschichte eingehen. Das Handballturnier hatte einen solch schwachen Zuspruch zu verzeichnen, das man in den nächsten Jahren ganz auf eine Durchführung verzichtete. Das Leichtathletik Sportfest fand ebenso wenig Zuspruch wie die erstmals ausgerichtete Zeltkerb. Viel Mühe hatten sich die Organisatoren zwar gemacht, doch allein der Kerbsonntagnachmittag brachte die erwartete Resonanz.
Erfreuliches war von der Abteilung Tischtennis zu vermelden: Die Damenmannschaft gewann den Kreispokal. Den größten Aufschwung erfuhr die Gymnastikabteilung. Unter der Leitung von Ulrike Becker, Renate Treusch und Ute Höhner nahmen die Gymnastinnen sogar an den Hessischen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik teil. Saskia Bauer und Tanja Heist konnten hier gar in die Hessische Spitze vordringen. Auch die Teilnahme der Frauenwettkampfgruppe am Hess. Landessportfest in Wiesbaden gehörte zu den Highlights. Den Aufschwung der Gymnastiksparte rundete die Gründung der Gruppe Tanzbärchen, die heute noch unter der Leitung von Hannelore Daum aktiv ist, ab.
Mit dem Jahr 1990 begann die Zeit des Generationswechsels im Vorstand des TV 08 Wersau. Heinz Feick trat nach 20 Jahren als Vereinsrechner zurück. Jens Becker wurde sein Nachfolger. Zudem trat Frau Bergner als Turnwartin zurück und wurde zur Ehrenturnwartin ernannt. Nachfolgerin wurde Ulrike Becker.
Die Veranstaltungen waren von der Resonanz äußerst durchwachsen. Während die Fastnachtsveranstaltungen einen festen Platz im Wersauer Kulturkalender eingenommen hat, war die Wiederholung der Zeltkerb abermals ein Reinfall.
Auch das Sportfest mit Vereinsstaffeln sowie Wettkampf in der Rhythmischen Sportgymnastik in Brensbach wurden nur spärlich besucht und sollten zum letzten Mal stattfinden. Dabei war in diesem Jahr die Gymnastikabteilung die einzige Abteilung in der alles eitel Sonnenschein war. So konnten mehrere Gaumeisterschaften bei den Schülerinnen in der Rhythmischen Sportgymnastik und Qualifikation für die Hessenmeisterschaft gefeiert werden.
Ein Sportwochenende auf der Ronneburg und Kinderfreizeit auf der Burg Breuberg rundeten das erfolgreiche Jahr ab. In der Tischtennisabteilung hatte man trotz sportlicher Erfolge Probleme einen Abteilungsleiter zu finden. Die Jugend wurde Meister der Kreisleistungsklasse, die 1.Mannschaft schaffte den 2.Platz in der Bezirksklasse und die Damen wurden Kreispokalsieger. Auch die Tischtenniskreismeisterschaften für Jugend und Schüler wurden in Brensbach erfolgreich ausgerichtet.
Für die Handballabteilung war das Jahr 1990 geschichtsträchtig. Nach dem Abstieg der Herrenmannschaft aus der Kreisliga gründeten die Vereine KSV Böllstein und der TV Wersau die HSG Böllstein / Wersau. Dadurch konnte die 1. Mannschaft in der Kreisliga, zweite Mannschaft in der A-Klasse weiterspielen. Die Damenmannschaft konnte die B-Klassenmeisterschaft erringen und unter den Trainern Achim Feick und Volker Georg in die A-Klasse aufsteigen.
Erwähnenswert wäre noch Anschaffung des ersten Vereinsbusses sowie der Doppelsieg beim Vereinssingen des MGV Wersau. Der Mitgliederbestand war auf die Rekordgröße von 639 Mitgliedern angewachsen.
1991 trat der langjährige Geschäftsführer Werner Zörgiebel zurück und Jens Becker wurde sein Nachfolger, Monika Feick übernahm das Amt des Vereinsrechners, Renate Treusch übernahm die Gymnastikabteilung. Zu Ehrenmitgliedern wurden Leonhard Amann, Wolfgang Mendel, Helmut Völker, Georg Fleck ernannt.
Der Golfkrieg hatte auch Auswirkung auf unsere Vereinsfinanzen und unseren Veranstaltungskalender. Die Fastnachtsveranstaltungen mussten allgemein abgesagt werden.
Zum Ausgleich veranstalteten wir einen Frühlingsball mit reichhaltiger Tombola. Zudem wurde die Idee der Ausrichtung des Wersauer Straßenfests geboren. Geplant war eigentlich ein Frühschoppen auf der Neugestalteten Kreuzgasse. Die Gemeindeverwaltung sah dabei eine günstige Möglichkeit die neue Backhausstraße einzuweihen und regte die Ortsvereine zu einem Straßenfest an.
Die Kerbveranstaltung die diesmal in der Halle ausgerichtet wurde war wieder ein Flop und wurde letztmals veranstaltet. Aus dem sportlichen waren in der Handballabteilung große Personalprobleme in allen aktiven Mannschaften zu verzeichnen, was zu den Abstiegen der 2. Herrenmannschaft und der Damenmannschaft aus der A-Klasse führte. Trainerin der Damen war Anke Wittecke, die von Volker Georg unterstützt wurde. Freude bereitete nur B-Jugend, die mit den Trainern Thomas Göttmann und Jens Becker Südhessischer Vizemeister wurden.
Das Jahr 1992 verlief eigentlich ohne nennenswerte Ereignisse. Zum 100 – jährigen Vereinsjubiläum beteiligte sich der TV mit zwei wunderschönen Motivwagen sowie der größten Fußgruppe. Die Gymnastikabteilung musste leider den Weggang von Ulrike Becker verzeichnen, die den Verein aus privaten Gründen verließ. Die Ausrichtung des Gaupokals der Rhythmischen Sportgymnastik war ein schöner Abschluss.
Aus der Handballabteilung war die Verpflichtung des Ex-Regionaligaspielers Ralf Kny als Spielertrainer zu verzeichnen, der die HSG die nächsten 3 Jahre erfolgreich trainieren sollte. Die männliche B-Jugend unternahm zum Saisonabschluss eine Fahrt nach Budapest mit einem Spiel gegen eine einheimische Mannschaft.
In der Generalversammlung wurde eine Beitragserhöhung um monatlich 1.- DM beschlossen. Die darauf folgenden Austritte drückten unsere Mitgliederzahl wieder unter die 600er – Grenze. Auch der Sporthallenbau wurde wieder zum Thema – ein von der Gemeinde beauftragter Architekt erstellt ein Konzept der Hallenerweiterung.
Das Jahr 1993 brachte weit größere Veränderungen. Die Neuwahlen vollendeten den Generationswechsel im Vorstand. Willi Emrich kandidierte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr und wurde von der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Jens Becker wurde sein Nachfolger. Corina Krell übernahm das Amt des 2.Vorsitzenden von Dieter Koers. Reiner Göttmann wurde Geschäftsführer und Renate Schüler Schriftführerin.
Bei den Fastnachtsveranstaltungen präsentierte sich erstmals ein 7er-Rat. Auch wurde die zweite Veranstaltung zum ersten Mal am Rosenmontag abgehalten. Die Anschaffung des Festzelts ist schon deshalb erwähnenswert, weil noch viele Helferstunden notwendig waren, um es in den Zustand zu versetzen, in dem es sich heute präsentiert. Auch die Anschaffung eines neuen Vereinsbusses war notwendig geworden. Diese beiden Neuanschaffungen haben unsere Vereinskasse in den nächsten Jahren doch ziemlich belastet.
Am Straßenfest nahmen wir erstmals mit einer karibischen Cocktail-Bar teil. Erstmals wurden auch wieder Handballturniere für Jugend und Aktive ausgerichtet, die einen recht ordentlichen Zuspruch fanden.
Am Jubiläumsfest der FFW Wersau nahmen wir mit einer großen Fußgruppe und einem herrlichen Motivwagen der Tischtennisabteilung ( Gallier ) teil. Der Handballabteilung machte der Brand der Sporthalle in Kirchbrombach schwer zu schaffen. Die Jugendarbeit wurde mit der Gründung einer Minivorgruppe erweitert. Die Gymnastikabteilung musste leider den Zweig der Rhythmischen Sportgymnastik aufgeben, da sich kein geeigneter Übungsleiter für diese Sportart fand. Der Schwerpunkt wurde nun auf Aerobic, Gymnastik, Tanz und Fitnesssport verlagert.
Das sich die Gemeindevertreter auch in diesem Jahr mit der Sporthallenerweiterung beschäftigten ist sicher nichts neues. Das Jahr 1994 brachte das 25-jährige Jubiläum der Handballabteilung. Pünktlich zum Geburtstag wurde die Damenmannschaft unter Trainer Wolfgang Spiegelhauer Meister der B-Klasse. Ein internationales Hallenhandballspiel der Herren gegen Scoda Pilsen war ein weiterer Höhepunkt. Die Handballturniere wurden um das erste Hobbyhandballturnier erweitert.
Die Tischtennisabteilung hat ihre Talsohle durchschritten. Im sportlichen Bereich konnten gleich drei Meisterschaften gefeiert werden. So errang die 1. Damenmannschaft die Meisterschaft in der Kreisliga und die 2. Damenmannschaft wurde ebenso Meister der Kreisklasse wie die 2. Herrenmannschaft.
Auch das Jahr 1995 brachte weitere sportliche Erfolge. Die 1. Herrenmannschaft der HSG wurde Meister in der Kreisklasse und steigt in die Bezirksliga II auf. Trotz dieses Erfolgs trat Ralf Kny überraschend als Trainer zurück. Michael Putz konnte glücklicher Weise als Nachfolger verpflichtet werden. Auch in der Jugendarbeit stellten sich Erfolge ein. Die männliche E- Jugend wird unter den Trainern Werner Spalt und Willi Daum Kreispokalsieger.
Auch die Tischtennisabteilung blieb weiter auf Erfolgskurs. Die 3. Herrenmannschaft steigt als Vizemeister auf. Traurig stimmt der Tod von Heinrich Kappes in diesem Jahr.
Im Veranstaltungskalender ragten diesmal die Handballturniere mit der Rekordbeteiligung von 34 Herren und Damenmannschaften heraus.
Die Neuwahlen des Vorstands im Jahr 1996 brachten weitere Veränderungen. Corina Krell stand als zweite Vorsitzende nicht mehr zur Kandidatur. Reiner Göttmann rückte auf und Frank Steinhauer übernahm den Geschäftsführerposten.
Auf der sportlichen Seite ist ein weiterer Aufschwung unverkennbar, wenn gleich alle Sparten mit Personalproblemen zu kämpfen haben. Die Tischtennisabteilung konnte insgesamt 8 Mannschaften in die Saison 1996 / 97 schicken, die alle das Klassenziel erreichten. Zudem konnten Eric Hoffmann und Ingo Göttmann zahlreiche Einzelerfolge bei verschiedenen Turnieren erringen. Bei den Handballern konnte die 1. Herrenmannschaft der HSG auf Anhieb den 3. Platz in der 2. Bezirksliga erringen. Auch das Handballturnier war mit 30 Aktiven- und 70 Jugendmannschaften an die Grenzen der Sportplatzkapazität angelangt. Mit dem 1. Kurt-Roth-Gedächtnis-Lauf wurde zudem die Volkslauftradition wieder aufleben lassen. Rund 60 Läufer besuchten erstmals diese Veranstaltung.
Zum Jahresabschluss hat die Gymnastikabteilung nun schon seit ein paar Jahren die Gestaltung der Weihnachtsfeier übernommen. Sah man noch vor wenigen Jahren wegen mangelndem Interesse von dieser Veranstaltung ab, so ist inzwischen die Wersauer Sporthalle wieder vollbesetzt und die Kinder umrahmten die Veranstaltungen mit einem schönen Programm, das Hannelore Daum und Marie Triesetau mit viel Geduld einstudiert hatten.
Auch das Jahr 1997 brachte einige gravierenden Veränderungen. Nach 11 Jahren als Motor der Wersauer Fastnacht, musste das Fastnachtsteam auf die Mitarbeit von Corina Krell verzichten. Aber allen Unkenrufen zu Trotze gelang es den Wersauer Fastnachtern gemeinsam diese große Lücke zu schließen, ohne das ein Qualitätsverlust hingenommen werden musste.
Die Handballturniere haben sich inzwischen zu den größten im Umkreis entwickelt, wenn gleich nicht ganz so viele Mannschaften wie im Vorjahr gemeldet hatten.
Zum Straßenfest engagierte der TV erstmals eine Kapelle. Die Besucher nahmen diese neue Abwechslung dankend an, der Alleingang des TV Vorstands sorgte jedoch für einige Diskussionen an den Vereinsstammtischen.
Das sportliche Highlight vermeldete die Tischtennisabteilung mit der Meisterschaft der 1. Herrenmannschaft in der Bezirksliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksklasse. Die Ausrichtung des Kreisranglistenturniers dokumentierte weiter die erfolgreiche Arbeit in der Abteilung von Abteilungsleiter Karl-Heinz Göttmann.
Die Handballabteilung vermeldete große Personalprobleme sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen, die freiwillig aus der A-Klasse abstiegen. Aufwärts ging es im Jugendbereich, wo seit langer Zeit wieder einmal 6 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnahmen. Aus der Gymnastiksparte wurde Gründung einer Jedermannsportgruppe verkündet.
Auch in dem laufenden Jahr 1998 waren weitere Meisterschaften zu verzeichnen. Die Herrenmannschaft der HSG Böllstein / Wersau konnte die Meisterschaftin der 2.Bezirksliga erringen und spielt erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bezirksklasse.
Auch die 2. Herrenmannschaft im Tischtennis tat es ihr gleich und spielt nun gemeinsam mit der 1.Mannschaft in der Bezirksklasse. Die 1.Mannschaft konnte die Klasse nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr nicht halten.
Den Erfolg rundete die Handball – E-Jugend mit der Kreismeisterschaft ab.
Abschließend kann man folgendes Fazit der vergangenen 15 Jahre ziehen:
Dem TV 08 Wersau ist es gelungen den Rücktritt verdienter Vorstandsmitglieder, denen an dieser Stelle für ihre langjährige Vorstandsarbeit nochmals ausdrücklich gedankt sei, zu verkraften und einen Generationswechsel zu vollziehen. Jedoch würden auch in unserem Verein weitere Rücktritte zu ernsthaften Personalproblemen führen.
Im sportlichen Bereich erlebte der TV einen enormen Aufschwung in den beiden am Wettkampf teilnehmenden Sparten Handball und Tischtennis. Trotzdem darf man auch hier die Probleme nicht übersehen. Nach wie vor ist es uns noch nicht gelungen, den Boom im Schülerbereich in den Jugendbereich hinüber zu Retten. Dies führt dazu, dass es im Aktivenbereich an ausreichendem Nachwuchs aus den eigenen Reihen fehlt. Hier gilt es auch weiterhin verstärkt den Hebel anzusetzen. Es mangelt weiterhin an genügend Übungsleitern und Betreuern. Das gleiche Problem zeigt sich auch in der Gymnastiksparte. Auch hier versuchen wir durch noch breiter gefächerte Angebote, wie Jedermannsport, Gesundheitssport und Mutter Kind Turnen (ab Herbst 98) unseren Verein noch interessanter zu machen.
Auch sind am TV 08 Wersau die Probleme des Vereinslebens nicht spurlos vorüber gegangen. Das Interesse an der Vereinsarbeit ist nun mal in der Bevölkerung drastisch zurückgegangen. Bislang ist es zwar jedes mal gelungen genügend Helfer bei Veranstaltungen und Arbeitseinsätzen zu finden, doch sind es immer wieder die gleichen, die ihre Zeit für die Vereinsarbeit opfern. Auch hier täte der eine oder andere Helfer gut.
Wir haben zwar allen Grund stolz auf 90 Jahre TV 08 Wersau zurückzublicken, Zeit uns zufrieden zurückzulehnen haben wir jedoch leider nicht.
Vereinsgeschichte Teil 3 1998 – 2008
Der TV 08 Wersau im Wandel der Zeit
Die letzten 10 Jahren der nun 100-jährigen Vereinsgeschichte des TV 08 Wersau war geprägt von der Anpassung des traditionellen Vereinslebens zu der gesellschaftlichen Entwicklung. Dabei galt es, die Zeichen der Zeit zu erkennen, das Vereinsangebot zeitgemäß zu gestalten, die finanziellen Basis trotz eines für jedermann bezahlbarem Vereinsbeitrags und rückläufiger öffentlicher Zuschüsse bei gleichzeitig stetig steigenden Kosten stabil zu gestalten. Dabei gab es in ständigem Wechsel Höhen und Tiefen, die im Folgenden dargestellt werden.
Nach dem tollen Fest zum 90-jährigen Bestehen, warteten im Jahr 1999 die Handballer in der HSG Böllstein/Wersau mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte auf. Als Aufsteiger schafften sie den sofortigen Durchmarsch und damit die Meisterschaft in der Bezirksliga. Der damit verbundene Aufstieg brachte die Mannschaft, die von Peter Koch und Walter Buxmann trainiert wurde in die Hessische Oberliga. Parallel zu diesem Erfolg mauserten sich die Wersauer Handball-Turniere zur größten Veranstaltung dieser Art im Odenwaldkreis. Im gleichen Jahr wurde der 4. Kurt-Roth-Gedächtnislauf unter Mithilfe von Hans Jörg Müller, der einige Wochen später leider verstarb, veranstaltet. In der Gymnastikabteilung vollzog sich in diesem Jahr ein Wechsel: Abteilungsleiterin Renate Treusch übergabt ihr Amt aus privaten Gründen an Annelie Göttmann. Dabei wurde das Angebot der Abteilung mit einem regelmäßig stattfindenden Mutter-Kind-Turnen erweitert.
Im Jahr 2000 entwickelte sich aus dem Angebot einer Skigymnastik, bei der Ina Becker als Übungsleiterin fungierte, das aber leider nicht den nötigen Zuspruch fand, die Nordic – Walking – Gruppe. Herta und Wilfried Becker sind die ersten Übungsleiter der Gruppe. Erstmals wurde von der Gymnastikabteilung ein Fitness – und Wellness – Wochenende organisiert und erfreute sich regen Zuspruch. Die Handballer schafften als Aufsteiger in der Oberliga nicht den zum Klassenerhalt benötigten Platz 7, waren jedoch damit für die neu geschaffen Landesliga qualifiziert. Im Rahmen seiner Veranstaltungen übernahm der TV Wersau erstmals die Ausrichtung des Hobby-Fussball-Turnier, das vorher jahrelang vom Stammtisch der „Hopfenboys“ veranstaltet wurde.
Erwähnenswert ist in diesem Jahr auch die Gründung eines Arbeitskreises Grossporthalle deren Bau die Gemeinde Brensbach gemeinsam mit der Gemeinde Fr. Crumbach planen wollte.
Im Jahr 2001musste der Vorstand den gestiegenen Kosten, den rückläufigen öffentlichen Zuschüssen, aber auch den rückläufigen Mitgliederzahlen Rechnung tragen und durch eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge gegensteuern. Im sportlichen, wie im geselligen verlief das Vereinsjahr in geordneten Bahnen, wobei hier die Meisterschaft der 2. Mannschaft der Handballer erwähnt werden sollte, die mit 32:0 Punkten in die Bezirksliga B aufgestiegen ist.
2002 suchten die Vereine im Gersprenztal neue Wege um sowohl dem quantitav als auch qualitativen Rückwärtstrend im Jugendhandball zu entgegnen. Die Zeit war jedoch für die große Zusammenarbeit noch nicht reif. Allerdings entwickelte sich aus diesen Gesprächen eine Zusammenarbeit zwischen dem TV Wersau und dem TV Reinheim. Dabei spielten die Mädchen fortan alle unter dem Vereinsnamen HSG Böllstein / Wersau und die Jungen unter TV Reinheim. Im Sommer wurde gemeinsam mit dem TV Fr.Crumbach ein großes Jugendturnier durchgeführt, das auch in den folgenden beiden Jahren gemeinsam ausgerichtet werden sollte. Das sportliche Highlight war in der Tischtennisabteilung zu finden. Hier schaffte die 1. Herrenmannschaft überraschend den Aufstieg in die Bezirksklasse. Eine Helferweinprobe in Worms rundete ein harmonisches Vereinsjahr ab.
Das Jahr 2003 war ein ereignisreiches Jahr. In sportlicher Hinsicht schaffte die 2. Tischtennis – Herren – Mannschaft die Meisterschaft und wurde zudem Kreis – Pokalsieger. Dem wollte die 2. Herren – Mannschaft der Handballer nicht nachstehen und errang ebenso die Meisterschaft. In der Gymnastikabteilung musste dem großen Zuwachs beim Nordic – Walking Rechnung getragen werden. Eine 2.Walking-Gruppe wird eingerichtet, Heide Scholz u. Annelie Göttmann sind die ersten Übungsleiter dieser Gruppe. Richtungweisend für die folgenden Jahre sollte auch die terminliche Verlegung des Volkslauf auf Freitagabend sein. Im geselligen Bereich stand das 100-jährigen Jubiläum der Feuerwehr im Mittelpunkt. Sowohl beim Festzug als auch beim traditionellen Dorfabend konnte sich der TV Wersau großartig präsentieren.
Viel neues gab es auch 2004. Erstmals wurde ein Beachhandballturnier auf dem Wersauer Sportplatz veranstaltet. Mit 14 Lastwagenladungen feinstem Sand wurden zwei Spielfelder errichtet. Bei der abendlichen Beachparty herrschte Stimmung wie am berühmten Ballermann. Im sportlichen Bereich ragt der Wiederaufstieg der Tischtennis-Damen in die Bezirksklasse heraus. Genauso erfreulich war der Aufstieg der Handballdamen in die A-Klasse. Noch erfreulicher war die Tatsache, dass erstmals wieder eine Tischtennis – Schülermannschaft am Wettkampfbetrieb teilnimmt. Leider verstarb in diesem Jahr mit Kätha Spaniol unser ältestes Vereinsmitglied.
Im Jahr 2005 verstarb unser Ehrenmitglied Heinz Feick, der jahrzehntelang dem Vorstand als Rechner angehörte und bis zuletzt den TV Wersau als fleißiger Helfer unterstützte. Als ganz trauriges Jahr wird 2005 in die Geschichte der Handballabteilung eingehen. Dem Abstieg aus der Landesliga folgte ein derartiger Aderlass an Spielern, dass die Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet werden musste. Mit den verbleibenden Spielern musste der Neuanfang in der Klasse der zweiten Mannschaft ( Bezirksliga B ) begonnen werden. In der Gymnastikabteilung und in Abteilung Tischtennis stand die Renovierung der Mehrzweckhalle Wersau im Mittelpunkt. Über 5 Monate musste improvisiert werden und der Sportbetrieb auf andere Sportstätten verteilt werden. Vor der Renovierung konnten die Narren im TV noch ihr närrisches Jubiläum feiern. 22-Jahre Fastnacht beim TV Wersau – eine stolze Tradition. Erfreut darf auch die steigende Teilnehmerzahl beim Kurt – Roth – Gedächtnis – Lauf zur Kenntnis genommen werden, der zum 9. Mal durchgeführt wurde.In der Abteilung Tischtennis ragt die Ausrichtung der Kreiseinzelmeisterschaften in der Brensbacher Sporthalle heraus, die dem TV Wersau große Anerkennung einbrachte. Der Hallenumbau hatte jedoch auch einen Vorteil. Der TV Wersau und die TTG Brensbach gründen eine Jugend – Spielgemeinschaft . Bei den Handballern geht es wieder aufwärts. Mit 44:0 Punkten konnte der Aufstieg in die Bezirksliga – A gefeiert werden. Diesem ereignisreichen Jahr schloss sich 2006 als eher ruhiges Vereinsjahr an. Letztmals wurde das Hobby – Fussball – Turnier ausgerichtet. Auch der TV Wersau entdeckt das Medium Internet. Die TV Homepage geht erstmals ans Netz und mit Wolfgang Baule wurde ein Mitarbeiter gefunden, der die Seite auf dem aktuellen Stand hält.
Im Jahr 2007 gab es wieder größere Veränderungen. Die Vereine TSG Gr. Bieberau, TV Reinheim, TV Wersau und TSV Modau beschließen die Handballjugendarbeit gemeinsam zu betreiben und gründen die JSG Gersprenztal. Um an dieser JSG teilnehmen zu können, musste nach 17 Jahren die HSG Böllstein / Wersau aufgelöst werden. Die Verbandsstatuten ließen keinen anderen Weg. Gleichzeitig wurde die MSG Böllstein/Wersau gegründet. Die Handball Damen starten nun wieder unter dem Vereinsnamen TV Wersau. Zum 20. Mal machen sich die Gymnastikdamen zu ihrem jährlichen Radausflug auf. Sehr erfreulich war die Teilnahme von 33 Kindern beim Landeskinderturnfest. Nach langen Jahren fand sich wieder eine Gruppe von Betreuern, die mit den Kindern diese mehrtägige Veranstaltung in Alsfeld besuchten und unseren Verein damit hessenweit repräsentierten.
Neben den überwiegend positiven Ereignissen im Vereinsleben in den vergangenen 10 Jahren ist leider ein leichter Rückgang bei den Mitgliedszahlen zu verzeichnen. Trotzdem ist der TV Wersau mit ca. 530 Mitgliedern der größte Verein der Gemeinde Brensbach. Mit einer Angebotspalette, in der vom Mutter-Kind-Turnen bis zur Seniorengymnastik, für jedes Alter etwas angeboten wird und der Bereitschaft der Mitglieder sich weiterhin ehrenamtlich in die Vereinsarbeit einzubringen, kann der Verein auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken.
Außerdem beschloss der TV Wersau eine Zusammenarbeit mit der Grundschule. Hier gestaltet der TV Wersau zwei zusätzliche Sportstunden im Stundenplan der Kinder.